Aquaristik im Rhythmus der Natur


Wege um dynamische Prozesse und natürliche Bedingungen im Aquarium abzubilden.

Alles fließt – überall auf der Welt

In jedem Teil der Welt herrschen andere Bedingungen, das gilt im Großen wie im Kleinen. Nordeuropa hat andere Jahreszeiten als Zentralbrasilien, ein See auf dem Norwegischen Fjell hat andere Lebensbedingungen als ein Lachsfluss, der vom Fjell in einen Fjord entwässert. Auch die kleinen Igarapes bei Altamira in Brasilien unterscheiden sich drastisch von den Stromschnellen des Rio Xingu, und aus beiden stammen viele beliebte Aquarienfische. Alle Tiere und Pflanzen haben sich im Laufe ihrer Evolution an die sie umgebenden Bedingungen angepasst und daraus einen eigenen Lebensrhythmus abgeleitet.Die einen schlafen in der Nacht und sind tagsüber aktiv, wohin gegen andere nachts aktiv werden und tagsüber in Verstecken ruhen. Die Vermehrung ist häufig an einen Zyklus gebunden, der den Mondphasen folgt. Bei anderen Arten ist es der einsetzende Regen der Regenzeit, der die Paarung auslöst. Auch das Futterangebot schwankt mit Wasserständen, Jahres- und Tageszeiten. Manche Fische sind flexibel und nutzen was ihnen gerade zur Verfügung steht. Bei bestimmten Angeboten laichen sie. Andere sind so spezialisiert, dass sie lieber fasten, als eine andere Nahrung anzunehmen. Dadurch entstehen Zeiten des Fastens, wie auch Zeiten des Überflusses.

Die Natur ist stetig im Wandel

Erfahrene Aquarianer und Züchter wissen, dass sie ihre Fische durch Veränderungen der Aquarienbedingungen zur Balz und auch zum Ablaichen bewegen können. So verändern sie zum Beispiel die Temperatur oder das Futter oder intensivieren den Wasserwechsel.
Allen diesen „Tricks“ liegt dieselbe Idee zugrunde: In der Natur gibt es keine statischen Bedingungen. Die Umweltbedingungen befinden sich in einem steten Wandel. Die Tageslänge, und damit die Tageslichtdauer, verändert sich mit dem Jahresverlauf. Der Wasserstand steigt und fällt mit den Jahreszeiten. Die Temperatur folgt der Strahlungsintensität der Sonne. Die Wasserqualität variiert mit der Wassermenge. Die Fließgeschwindigkeit wird durch Ebbe und Flut, Spring- und Nipptiden, Hoch- und Niedrigwasser und auch Wellen verändert.

Wiederholung und doch immer wieder neu

Tag und Nacht wechseln sich ab, die Jahreszeiten kommen immer wieder und doch ist nicht jeder Tag oder jede Nacht gleich. Auch die Jahreszeiten folgen zwar immer in derselben Reihenfolge und doch sind sie jedes Jahr verschieden. Dieser Rhythmus und diese Variabilität zusammen machen die Lebensbedingungen allen Lebens aus. Mit diesem Wissen entwickelt die Panta Rhei Produkte und Strategien für eine erfolgreiche und lehrreiche, aber auch nachhaltige und natürliche Aquaristik!

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