Wasserbewegung

Die Bewegung des Wassers im Aquarium verbessert nicht nur die Haltungsbedingungen, sondern schafft auch eine bessere Wasserqualität.

Wasser ist flüssig und es bewegt sich.

In natürlichen Gewässern wird die Wasserbewegung durch verschiedene Faktoren beinflusst. Diese Faktoren sind zum Beispiel die Temperatur, der Wind und die Erdanziehung. Die Bewegung des Wasser hat großen Einfluss auf das Leben darin. Sie transportiert zum Beispiel die Gase der Atmung, das benötigte Futter, andere Nährstoffe, aber auch Sedimente. Die verschiedenen, dabei entstehenden, Strömungen folgen bestimmten Rhythmen. Der wohl bekannteste und offensichtlichste sind die Gezeiten. Die durch die Gravitation von Sonne und Mond hervorgerufenen Tiden folgen zeitlich konstant dem Mondzyklus, wiederholen sich also alle 12 einhalb Stunden. Aber auch die Jahreszeiten produzieren durch Regenzeiten oder Schneeschmelzen Rhythmen. Auch die Sonneneinstrahlung und die damit einhergehenden Temperaturschwankungen bewegen das Wasser. Am sichtbarsten ist jedoch die Bewegung durch den Wind. Die Wellen variieren je nach Windstärke von feinem Gekräusel der Wasseroberfläche bis hin zu gewaltigen Brechern mit vielen tausend Tonnen Wasserinhalt.

Auch ein kleiner Tropfen kann eine enorme Bewegung verursachen.

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Auch Aquarienwasser kann und muss sich bewegen!

Die Wasserbewegung gestalten wir mit unseren Hydro Wizards. Sie sind in der Lage große Wassermengen mit nur wenig elektrischer Energie zu bewegen. Durch die genau auf einander abgestimmten vier Komponenten Motorkennlinie, Anlauflippe, Impeller und Gleichrichter, erreicht das System einen Wirkungsgrad, der etwa dem zehnfachen von klassischen Kreiselpumpen entspricht. Die Auslegung ist so gestaltet, dass die austretende Strömung maximal 3,3 m/s erreicht und damit den schnellsten natürlichen Fließgeschwindigkeiten entspricht.
Dadurch entstehen im Aquarium keine Bereiche, die nicht von den Fischen genutzt werden können. Auf der Ansaugseite ist die Einströmgeschwindigkeit so stark reduziert, dass selbst schwache, großflächige Fische nicht angesaugt werden können. Der Gleichrichter sorgt dafür, dass das austretende Wasser eine laminare Strömung erzeugt. Dadurch ist auch eine sehr hohe Fließgeschwindigkeit für jeden Fisch problemlos zu durchschwimmen. Außerdem bekommt die Wasserbewegung eine sehr große Reichweite, wodurch die Durchmischung des gesamten Aquariums auch schon bei geringen Strömungsgeschwindigkeiten erreicht wird.

Flüsse, Wellen und Meeresströmungen im Aquarium

Durch die völlig frei gestaltbare Ansteuerung kann mit den Hydro Wizards jede natürliche Strömungssituation erreicht werden. Egal ob eine Welle mit unterschiedlichen Höhen und Kräften oder eine Flusssituation zu unterschiedlichen Wasserständen im Aquarium herrschen soll, durch die Hydro Wizard-Steuerung lassen sich alle Parameter so gestalten und in entsprechenden Rhythmen ablegen, dass die Simulation sehr natürlich auf das Becken übertragen werden kann. Je nach Biotop, das simuliert werden soll, können passende Programme/Profile abgelegt werden.

Riffaquarium

Soll zum Beispiel ein Riffbiotop gestaltet werden, so kann ein Programm folgende Bedingungen schaffen. Für 6:15 Stunden kommt eine Strömung von rechts, die zunächst anschwillt und am Ende wieder abschwillt, um dann von einer gleichartigen Strömung von links für die nächsten 6:15 Stunden abgelöst zu werden. Das Ganze wird von einer Welle überlagert.

Flussaquarium

Oder bei einem Westafrikanischen Flusslauf könnte ein mögliches Strömungsszenario wie folgt aussehen. Während der Trockenzeit fließt das Wasser gemütlich durch das Aquarium, um dann bei einsetzender Regenzeit binnen weniger Tage zu einem reißenden Fluss zu werden. Zum Ende der Regenzeit sinkt mit dem Wasserstand langsam, über mehrere Wochen, die Strömung auf den ursprünglichen Wert zurück.

Strömung schafft Platz!

Ein nicht zu unterschätzender Effekt der Strömung in der Natur, wie auch im Aquarium ist die Strukturierung des Wasserkörpers. Durch unterschiedlich starke Strömungen entstehen unsichtbare Barrieren, die auch Reviergrenzen bilden. Dieses Phänomen kann man sich auch für die Aquariengestaltung und die Vergesellschaftung von territorialen Arten zunutze machen. Mit einer entsprechenden Strömungsplanung kann man dann bereits im Vorfeld Reviere für einzelne Individuen oder Paare definieren. Dazu ist allerdings eine genau Kenntnis und Definierbarkeit eben dieser Strömung nötig, wie das nur mit dem Hydro Wizard möglich ist.

Wasserbewegung sorgt im Aquarium für „frische Luft“

Durch eine intensive Durchmischung kommt es zu einem sehr guten Gasaustausch, der wiederum notwendig für eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist. Aber eben auch die sich anreicherten Gase werden aus dem Wasser wieder abgeführt.

Richtig viel „frische Luft“

Allerdings halten wir häufig Fische in unseren Aquarien, die aus Stromschnellen oder Gebirgsbächen stammen. Für die Simulation dieser Biotope gibt es als passendes Zubehör Panta Air. Es handelt sich um einen auf den Hydro Wizard abgestimmten Ring mit genau berechneten Luftaustrittsöffnungen. Durch das Einblasen und die anschließende intensive Vermischung mit dem Wasser kommt es zu einem weiter verbesserten Gasaustausch, wodurch sich der Sauerstoffgehalt erhöht. Gerade bei Fischen aus tropischen Stromschnellen kommt es sonst zu Sauerstoffdefiziten, da die Sauerstofflöslichkeit ja bekanntlich mit der Temperatur abnimmt und die Becken zumindest zeitweise bis über 30° Celsius aufgeheizt werden.

Hans-Werner NeumannWasserbewegung