Eigene Fangstation in Brasilien

Verbesserung der Qualität durch eigenen Fänger

Fangstation Brasilien

Uns ist es sehr wichtig, dass wir wissen, wie die Tiere, die wir der Natur entnehmen behandelt werden. Durch unseren eigenen Fänger unsrer Fangstation in Brasilien können wir die Qualität der Lieferungen deutlich verbessern. Abel ist ein traditioneller Fischfänger, der mit einfachen, aber effektiven Mitteln, Fische selektiv fängt und diese danach sinnvoll behandelt. Typischerweise werden die Tiere einzeln verpackt und durch einen täglichen Wasserwechsel bei guter Kondition gehalten. Vor dem Wasserwechsel werden dIe Tiere, die auf den nächsten Transport nach Deutschland warten, gefüttert. Diese Fütterungen werden etwa 3 Tage vor dem Verpacken eingestellt, so dass die Tiere ihr Transportwasser nicht weiter verunreinigen können. Durch diese Vorgehensweise werden die Ausfälle drastisch reduziert. Zunächst werden nur gesunde und fitte Tiere überhaupt dem Fluss entnommen. Danach wird durch die Pflege während der Zwischenhälterung sichergestellt, dass sich keine Krankheiten unter den Fischen ausbreiten können und die Tiere nicht übermäßig abmagern. Schließlich sorgt die sorgfältige Vorbereitung und Verpackung für den Transport auch für ausreichend Wasser und Sauerstoff, so dass die langen Transporte schadlos überstanden werden.

Fangmethoden

Abel arbeitet mit drei typischen Werkzeugen, die für die jeweils zu fangenden Fische optimiert sind. Harnischwelse zum Beispiel werden einzeln mit einem flachen Holzstück aus ihren Höhlen getrieben und dann mit einem Griff auf den Kopf fixiert. Die so einzeln gefangenen Tiere wandern noch unter Wasser in eigens vorbereitete PET-Flaschen, so dass sie bereits im Fluss permanent frisches Wasser bekommen. Weiterhin werden größere Fische wie Crenicichla, Geophagus oder ähnliche Arten gezielt mit dem Wurfnetz gefangen. Hierbei kann entweder, wie bei den Harnischwelsen, auf Sicht gearbeitet werden oder aber ein systematisches Befischen einer Sandbank betrieben werden. Als drittes Fanggerät wird ein Zugnetz verwendet, vor allem wenn es um den Fang von kleineren Arten und Schwarmfischen geht. Dieses wird meist zu zweit vom Ufer aus ins tiefere Wasser gezogen und dann in einem großen Bogen wieder zurück zum Ufer geholt, wobei der hintere Teil des Zugnetzes die ganze Zeit an der Startstelle verbleibt. Die so gefangenen Fische werden auf Verletzungen hin untersucht und dann vor dem Vereinzeln in großen Wannen gesammelt.

Hans-Werner NeumannFangstation Brasilien